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Was macht eine stimulierende Umgebung aus?

„Was macht eine stimulierende Umgebung aus?“ dann wird die Antwort in etwas folgende sein: Eine stimulierende Umgebung für die Entwicklung der dem Kind eigenen Bewegungskultur ist jene Umgebung, in der wir unsere Verhaltensmuster über Jahrtausende erworben haben, oder ein Ersatz für eine solche Umgebung.

Was für Konsequenzen hat das für das Verständnis von echtem Spiel? Genauso wie der Körperbau des Delphins und seine Bewegungen die Umgebung reflektieren in dem er lebt und sich bewegt, reflektiert der menschliche Körperbau die ursprüngliche Umgebung in der wir uns biologisch entwickelt haben. Mit anderen Tieren haben wir gemeinsam, dass sie bestimmte Herausforderungen des Lebens zu bewältigen haben, wie:

• Nahrungssuche

• Suche nach Schutz vor Naturgewalten

• Fortpflanzung

• Wettbewerb mit anderen Mitwesen um ähnliche Grundbedürfnisse aber auch:

• Kooperation in Gruppen

Folgende Bewegungsabläufe konstituieren unser biologisches Erbe

• Dinge auf dem Boden zu transportieren

• Dinge auf Bäume zu transportieren

• Bewegungen beim Gebrauch von Werkzeugen

• Bewegungen im Zusammenhang mit Kommunikation und Reproduktion


Die Bewegungsabläufe bei Kindern können nicht verstanden werden, wenn wir uns nicht die evolutionären Hintergründe bewusst machen, die uns bei Entwicklung von Überlebens-techniken und Fähigkeiten begleitet haben. Präziser ausgedrückt und auf die Anlage von Spielräumen übertragen umfasst kindliches Bewegungsverhalten folgende Elemente:

• Kriechen, gehen, rennen, springen, rollen

• Hangen, schwingen/oszillieren, klettern, balancieren

• Stollen, werfen, schlagen, greifen, heben, tragen, drücken, ziehen, fangen

• Tanzen und rhythmische Bewegungen Gestikulieren


Als Gestalter von Spielanlagen für echtes Spiel sind diese Bewegungselemente die Grundlage des Arrangements, und es ist leicht zu erkennen, dass sie weit umfassender sind, als die üblichen sportlichen und spielerischen Arrangements es gestatten. Die Herausforderung besteht darin, ein Spielumfeld zu schaffen, in denen die Notwendigkeit zu solchem Bewegungsverhalten innewohnt und nicht von außen pädagogisch übergestülpt werden muss. Das beinhaltet die Qualitäten von

• Weite in dem Sinn, dass der Spielraum eine umfassende Herausforderung an Bewegung und Bewegungsvielfalt darstellt

• Tiefe in dem Sinn, dass es verschiedene Schwierigkeitsstufen gibt, so dass jedes Kind etwas bewältigen kann, aber noch wichtiger, dass es bestimmte Herausforderungen gibt, die es eben noch nicht beherrscht oder die es zu bewältigen sich zu einem bestimmten Zeitpunkt noch nicht getraut


Quelle: Asbjørn Flemmen: Spiel und Bewegung. Notat 5/2005. Høgskulen i Volda og Møreforsking Volda.

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